Was geschah 1944 und 1945 zwischen Rastow und Ludwigslust?

Amt Ludwigslust-Land, den 19.​04.​2013

Welche Funktion hatte die Luftwaffenmunitionsanstalt Pulverhof  7/ XI (Rastow) 1944/1945 für die Kriegsproduktion,  insbesondere für die Produktion/den Einsatz der V1?

Dieser Frage wurde im „Erzählcafé“,  am  24.03., in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin nachgegangen.

Wir suchen nach Zeitzeugen, die 1944/1945 in der Region gelebt haben und wissen, wie und wo der Einsatz von Zwangsarbeitern und italienischen Militärinternierten, Kriegsgefangenen, aber auch des RAD zwischen Ludwigslust, Rastow, Schwerin erfolgte. Insbesondere geht es um die Klärung , weshalb Italiener im Herbst 1944 das Holzbarackenlager „Reiherhorst“ (auf der Gemarkung Wöbbelin) errichteten, in das erst in der Nacht vom 14. zum 15. Februar 1945 500 KZ-Häftlinge aus dem Konzentrationslager  Neuengamme kamen. Sie mussten im Februar/März 1945 ein neues Lager auf der Gemarkung Groß Laasch bauen, was ursprünglich für abgeschossene amerikanische Flieger gedacht war.

Die Eisenbahnstrecke wurde schon 1936 ausgebaut, ein Kreuzungsbahnhof zwischen Wöbbelin und Lüblow errichtet, damit zwei Züge aneinander vorbei fahren konnten, was sicher einen wirtschaftlichen Hintergrund hatte. Aber wann wurde das Anschlussgleis direkt am Stellwerk Wöbbelin (ein Gebäude steht heute noch an der Bahnlinie) Richtung Hauptstraße gelegt?

Hier trafen im Frühjahr 1945 die Züge mit den KZ-Häftlingen ein, ab Mitte April wurde das halbfertige neue Lager zum Auffanglager für KZ- Häftlinge aus fünf Transporten.