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Groß Laasch - In Laasch geht der Spaß weiter

13.11.2017

GLCC startet mit kleinem Volksfest in seine 37. Session. Streit um genutzte Räumlichkeiten noch nicht beigelegt

Der Spaß geht weiter. Vorerst jedenfalls. Mit Konfetti-Kanone, Schunkelliedern und „Groß Laasch, Helau“ hat der GLCC am Sonnabend um 11.11 Uhr die neue Session eingeläutet. „Nach 36 Jahren gibt man nicht so einfach auf“, sagte Präsident Heino Kühl gegenüber SVZ. „Und wenn man sieht, wie viele Besucher trotz des schlechten Wetters heute gekommen sind, kann man sehr wohl sagen, dass wir etwas geschaffen haben und zum Dorf gehören.“ Beigelegt ist der Streit um den vom Groß-Laascher Carnevalclub (GLCC) genutzten Raum im Kulturhaus, der im September zu Auflösungsgedanken und der Aussage „Da hört der Spaß auf“ geführt hatte, aber noch nicht.

Markus Lau war freiwillig auf die Bühne gegangen, um den Karnevalisten den symbolischen Schlüssel fürs Gemeindebüro und die Kasse zu übergeben. „Sie enthält den gesamten Kassenbestand der Gemeinde und kann komplett geplündert werden“, versicherte der Bürgermeister. Beim Blick in die stählerne Kassette wurde schnell klar, was er damit meinte. Nur bunte Knöpfe und Schokoladen-Münzen lagen darin. Anschließend wurde der alte Narrenkönig Maik verabschiedet und der neue gekürt. Narrenkönig Christoph (Hamann) wird die Laascher Jecken durch ihre Session 2017/18 führen, die unter dem Motto „Walt Disney macht Träume wahr im 37. Karnevalsjahr“ steht.

Heino Kühl und seine Mitstreiter hoffen, dass nicht nur auf der Bühne, sondern auch im wahren Leben ihr Traum wahr wird. „Wir sind schon so oft umgezogen. Jetzt muss es mal eine endgültige Lösung geben“, sagte der GLCC-Präsident am Rande der bunten Eröffnungsveranstaltung auf dem Karl-Moltmann-Platz. Der jetzt genutzte Raum im Keller des Kulturhauses sei einfach ideal. „Dort befindet sich unser gesamter Fundus, unsere ganze Technik an einem Ort, und der Weg zur Bühne ist kurz“, so Kühl.

Große Hoffnungen machte der Bürgermeister da im SVZ-Gespräch nicht. „Jetzt, wo der Saal anders genutzt wird, brauchen wir den Raum einfach für andere Zwecke“, erklärte Markus Lau. „Damit sich Künstler und andere Aktive umziehen, diverse Dinge zwischengelagert werden können.“ Alternativ habe man dem Verein einen Raum unter dem Dach und Räumlichkeiten in der Alten Schule angeboten. Eine kostenlose Nutzung könne es aber so oder so nicht geben. „Unsere Gemeinde befindet sich in der Haushaltskonsolidierung. Da sind wir verpflichtet, Einnahmen, die möglich sind, tatsächlich zu generieren“, so Markus Lau, der das Engagement der Karnevalisten schätzt: „Wie wir heute wieder sehen, bringt der GLCC Menschen zusammen. Und alles, was Menschen zusammenbringt, unterstützen wir.“

Die Diskussion um die Räumlichkeiten trat am Sonnabend aber in den Hintergrund. Stattdessen feierten Karnevalisten und andere Einwohner der Gemeinde bei Stimmungsmusik, Getränken und Essen an wärmenden Feuern den Start in die fünfte Jahreszeit.

von Kathrin Neumann
SVZ am 13.Nov.2017