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Groß Laasch - In der Gruppe macht es mehr Spaß

08.06.2018

Reha-Sport in Groß Laasch hilft den Teilnehmern bei orthopädischen Problemen

 

Auf kleinen hellblauen Teppichstücken rutscht Dorina Mundt durch die Sporthalle in Groß Laasch. „Rücken gerade, der Hacken löst sich vom Boden“, erinnert Trainer Peter Tiedemann sie und die anderen Sportler während der Übung. Seit vielen Jahren hat die 63-Jährige aus Milow Probleme mit der Halswirbelsäule. Doch beim wöchentlichen Reha-Sport des SV 04 Groß Laasch kann sie in der Gruppe Verspannungen lösen und ihre Muskeln trainieren.

Verkrümmte Brustwirbelsäule, eine neue Hüfte, Fersensporn oder Haltungsschäden durch berufliche Anstrengungen – die Bandbreite der orthopädischen Leiden innerhalb der Gruppe ist groß. Um das Leiden zu verringern und die Schmerzen zu lindern, verschreiben Hausärzte und Orthopäden Reha-Sport. Und der findet aktuell dreimal die Woche in der Sporthalle in Groß Laasch statt. Dorina Mundt trainiert in der zweiten Gruppe am Dienstagvormittag. „Ich freue mich jede Woche auf den Dienstag. Sport in der Gruppe macht einfach viel mehr Spaß.“

Übungen mit Tennisbällen, Teppichstücken und Bändern gehören zum wöchentlichen Programm. Und dabei kommt es nicht auf Schnelligkeit an, sondern auf die saubere Ausführung. „Und jeder soll nur so weit gehen, wie es der eigene Körper zulässt“, erklärt Peter Tiedemann. Der 65-Jährige aus Groß Laasch hat vor zwei Jahren eine Ausbildung zum Rehasport-Trainer mit Schwerpunkt Orthopädie an der Sportschule in Güstrow absolviert. Dazu gehörten unter anderem Workshops in der Trainingslehre und Anatomie, aber auch Kraft und Ausdauer wurden trainiert. Am Ende standen dann eine schriftliche und eine praktische Prüfung, sowie die Lizenzierung vom Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport Mecklenburg-Vorpommern. „Das ist zum einen natürlich wichtig für die Kursteilnehmer, aber auch für die Anerkennung von den Krankenkassen“, so Peter Tiedemann. Denn der Reha-Sport in Groß Laasch wird komplett von den Kassen übernommen.

Anna Berger aus Neustadt-Glewe ist an diesem Dienstag das erste Mal in der Gruppe dabei. Übungen wie das Prellen mit dem Ball oder das bewusste Hinsetzen auf einen Hocker sollen bei Problemen mit der Brustwirbelsäule helfen. „Mein Orthopäde hat mir den Sport verschrieben und ich bin guter Dinge. Die Übungen zeigen schon leichte Wirkungen und das kann man auch ganz einfach zuhause nachmachen.“

Doch für viele ist gerade der Sport in der Gruppe wichtig. „Hier kommen sie alle mal raus und können sich zum Beispiel auch über die Krankheit oder den Umgang mit den Krankenkassen austauschen“, so Peter Tiedemann.

Am Ende eines jeden Kurses steht ein Spiel. Diesmal müssen die Männer und Frauen versuchen, Bälle in die Mitte einer Zielscheibe zu rollen, um 100 Punkte zu bekommen. „Das ist natürlich nicht nur eine Spielerei, dahinter steckt auch Sinn“,, so Trainer Tiedemann. Denn man muss den Ball gut greifen können und die Kraft angemessen einsetzen, um die schwarze Mitte zu treffen. „Wenn das klappt, sind die Teilnehmer sehr stolz. Erfolgserlebnisse, auch wenn sie noch so klein sein mögen, sind im Reha-Sport sehr wichtig“, erklärt der 65-Jährige.

Nach einer Stunde ist der Sportkurs vorbei. Und auch wenn viel geschwitzt wurde und die Teilnehmer an ihre persönliche Grenze gegangen sind, ist die Vorfreude auf die nächste Stunde bereits groß.

 

SVZ 31. Mai 2018 Dènise Schulze