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Groß Laasch - Ein klares „Nein“ zum Groß-Laascher Projekt

19.02.2019

Gemeindevertretung versagt Einvernehmen zum geplanten Bau von zwei Windenergieanlagen an der Autobahn

Die Gemeindevertretung bleibt dabei: Sie möchte keine Windräder vor den Toren Groß Laaschs haben. Einstimmig versagte sie dem Vorhaben der Firma Energiekontor aus Bremen, an der Autobahn zwei Windenergieanlagen aufzustellen, das gemeindliche Einvernehmen. Gänzlich vom Tisch ist das Projekt damit aber nicht.

Energiekontor will laut Antrag südlich der Kreisstraße 38 zwischen der Landesstraße 072 und der Autobahn zwei Windräder der Firma Nordex bauen. Mit Rotor rund 240 Meter hoch. Andreas Ehrenhofer, Leiter des Potsdamer Büros des Unternehmens, warb auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung für eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde und für deren Zustimmung. „Die Fläche direkt an der Autobahn ist prädestiniert für Windenergieanlagen“, betonte er. Die in der Vergangenheit vorgebrachten Bedenken hätte man von Fachgutachtern prüfen lassen. Den Denkmalschutz nehme man sehr ernst. „Der Großteil der Anlagen wird verdeckt sein“, sagte Andreas Ehrenhofer auf einen Einwand von Heiko Böhringer, Mitglied der Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes. Der Ludwigsluster hatte darauf verwiesen, dass das denkmalschutzfachliche Gutachten, das für die Regionalplanung erstellt wurde, schon für mögliche Anlagen bei Neustadt-Glewe eine Begrenzung der Höhe und eine Anpassung des Windparklayouts fordere. „Und Ihre Anlagen sollen 240 Meter hoch werden und würden noch dichter stehen“, meinte er mit Blick aufs Schloss.

Ehrenhofer warb damit, dass die Gemeinde profitieren könnte. Durch das Flächenpachtmodell zum Beispiel und über eine kommunale Windkraftanlage. Björn Kasch hakte nach, warum Energiekontor nun nur zwei der ursprünglich geplanten Windräder bauen will. Andreas Ehrenhofer dazu: „Um die Genehmigungsfähigkeit der Windkraftanlagen auf dieser Fläche nachzuweisen.“ Den Gemeindevertreter überzeugte das nicht. Für ihn habe es eher den Anschein, dass man erst einmal zwei Anlagen platzieren will, weil dann die Wahrscheinlichkeit steigt, dass man perspektivisch weitere dulden würde. Ilona Hackbusch gab zu bedenken, ob man nicht eine Chance verpasse. Doch am Ende stimmten sie und die anderen anwesenden Gemeindevertreter gegen das Vorhaben. Welche Rolle dieses Votum im Genehmigungsverfahren spielt, bleibt abzuwarten.

Das Verfahren wird nach Auskunft des Staaatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt im vereinfachten Verfahren ohne Öffentlichkeitsbeteiligung geführt. Die Beteiligung der Behörden war Mitte Dezember eingeleitet worden. In der Beschlussvorlage an die Laascher Gemeindevertretung wird darauf hingewiesen, dass das gemeindliche Einvernehmen nur aus bestimmten Gründen laut Baugesetzbuch versagt werden dürfe.

 

Kathrin Neumann

SVZ am 19.02.2019

 

Foto: Die Gemeinde Groß Laasch spricht sich erneut gegen Windräder aus. Pleul, dpa