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Groß Laasch - Mit dem Ritter auf der Burg

18.08.2019

15 Kinder und Jugendliche aus Groß Laasch besuchten jetzt die polnische Partnergemeinde Brusy

„Witam!“ Das ist Polnisch und heißt übersetzt: „Grüß dich!“ Für Kinder und Jugendliche aus Groß Laasch kein Problem mehr, sich auf Polnisch verständlich zu machen. Dank eines kleinen Spickzettels.

15 Mädchen und Jungen aus Groß Laasch besuchten jetzt die polnische Partnergemeinde Brusy, rund 100 Kilometer südlich von Danzig. „Ein tolles Erlebnis für uns“, sagt Jugendclubleiterin Susanne Liedtke.

Brusys Bürgermeister Witold Ossowski begrüßte die deutschen Gäste und ihre polnischen Freunde – Kinder und Jugendliche aus der Region – im Gemeindehaus. Für jeden gab es als Begrüßungsgeschenk eine Landkarte und eine Bauchtasche. Der Bürgermeister persönlich führte die Gäste dann durch die Amtsräume der Verwaltung. Man konnte sich gut verständigen: Polnische Deutschlehrer waren ebenso dabei wie Daniel Piasecki, der aus Groß Laasch stammt, die Kinder begleitete und fließend Polnisch spricht. Übrigens übergaben die Groß-Laascher dem polnischen Bürgermeister einen Brief seines Amtskollegen Markus Lau, in dem der sich für die Einladung nach Polen bedankte.

„Auch mit den polnischen Jugendlichen konnten wir uns die ganze Woche über gut verständigen, meist auf Englisch und ein bisschen auch auf Deutsch“, sagt der 13-jährige Michel aus Groß Laasch. Und dann waren da noch die Spickzettel. Daniel Piasecki hatte vor der Reise deutsche Worte und Redewendungen samt polnischer Übersetzung auf Papier gedruckt, so dass jeder einen solchen Zettel hatte. „Da konnten wir schon im Zug nach Polen etwas üben“, erzählt der 15-jährige Sebastian.

Das Programm im Nachbarland war super, manchmal sogar etwas anstrengend. „Mir gefiel besonders die 14 Kilometer lange Kajakfahrt auf einem Fluss“, erzählt Carolina. Auch die Abschlussfeier am See fand die 15-Jährige spannend. Jannes aus Groß Laasch spielte da auf dem Keyboard und wurde von polnischen Musikern begleitet, und auch eine einheimische Tanzgruppe war dabei.

Der Besuch der Burganlage Owidz war ebenso interessant, wie der Ausflug nach Danzig. Carolina: „Aber es war auch ganz schön anstrengend, so viele Museen zu besichtigen.“

Alle schwärmen von der Unterkunft in Brusy, wo die Groß Laascher in einer Pension geschlafen haben. „Natürlich ging es dann abends auch mal etwas lauter und länger zu“, schmunzelt Susanne Liedtke. Richtige Beschwerden von anderen Pensionsgästen gabs aber nicht. Gewöhnungsbedürftig sei hier allerdings das schon am Morgen deftige Essen mit Wurst, Speck und Käse gewesen.

Der Besuch in Polen wurde vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk finanziell unterstützt. Vor einem Jahr waren polnische Kinder und Jugendliche zu Besuch in Groß Laasch. Alle zusammen hoffen, dass es weitere Begegnungen geben wird. „Per Handy sind wir jedenfalls in Kontakt“, sagt Sebastian.

Andreas Münchow

SVZ am 17.08.2019

 

Foto: Auf der Burg Owidz erfuhren die Gäste viel Interessantes zu den Bräuchen und dem Glauben aus dem Mittelalter.Daniel Piasecki