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Groß Laasch - Gemeinde kündigt Kita-Träger

02.12.2019

Groß Laasch will die Einrichtung zukünftig wieder selbst betreiben / Erzieherinnen der Volkssolidarität sprechen sich dagegen aus

Dicke Luft in Groß Laasch: Die Gemeinde hat der Volkssolidarität Südwestmecklenburg als Träger der Kita „Laascher Strolche“ gekündigt. Die Kita soll zukünftig wieder von der Gemeinde betrieben werden. Eine Rekommunalisierung nach 25 Jahren. Für die Erzieherinnen und den Sozialverband ein Schock, als Anfang Oktober die Kündigung im Briefkasten steckte. „Das ist für uns alle völlig unverständlich, einige Mitarbeiterinnen haben geweint. Die Kündigung traf uns unerwartet“, erklärt Holger Mieth, Geschäftsführer der Volkssolidarität Südwestmecklenburg.

Einen Grund für die Rekommunalisierung hätte man der Volkssolidarität laut Holger Mieth nicht genannt. Bürgermeister Markus Lau hingegen erklärt auf SVZ-Anfrage: „Vor einigen Monaten kamen Eltern auf mich zu, weil ihnen der Hortplatz von Seiten der Kita gekündigt wurde beziehungsweise man zukünftig keinen Hortplatz mehr anbieten könne.“ Die Eltern waren verunsichert, suchten Rat und Hilfe. Der Bürgermeister forderte ein Gespräch mit der Volkssolidarität, Räumlichkeiten für einen größeren Hort sollten in der Alten Schule bereitgestellt werden. „Von der Lösung waren wir alle begeistert. Aber dann haben wir von der Volkssolidarität nichts mehr gehört.“

Daraufhin entschied die Gemeindevertretung auf ihrer Sitzung Ende September, dass man der Volkssolidarität den Vertrag kündigt. „Damit wollten wir alles auf Null setzen. Und dann prüfen, ob wir weitere Verhandlungen mit der Volkssolidarität wollen oder die Kita zukünftig wieder kommunal betreiben“, erklärt Markus Lau.

Auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung überreichten die anwesenden Erzieherinnen eine Unterschriftenliste. Sie wollen, dass alles so bleibt, wie es jetzt ist, erklärt Holger Mieth. „Die Frauen vor Ort sind ein gutes Team, die Kinder liegen ihnen am Herzen. Die Art und Weise der Gemeinde ist falsch. Man hätte vorher mit uns reden müssen.“ Zehn Erzieherinnen und eine Servicekraft arbeiten aktuell in Groß Laasch, sie betreuen etwa 85 Kinder in der Krippe, im Kindergarten und Hort. Sie hätten bereits angekündigt, nicht weiter in der Einrichtung arbeiten zu wollen, wenn die Gemeinde Träger werden sollte.

Wie es nun weitergeht, ist nicht klar. Zwischenzeitlich habe sich die Stimmung laut Bürgermeister Markus Lau hochgeschaukelt, gemeinsame Gespräche seien nicht mehr rational geführt worden. Die Gemeindevertretung gründete am vergangenen Mittwochabend eine Arbeitsgruppe zum Thema Kita, da der endgültige Beschluss über die Rekommunalisierung von der Tagesordnung genommen wurde. „Wir müssen eine Lösung für die Zukunft finden, die den Eltern und Kindern unserer Gemeinde Sicherheit gibt“, so Markus Lau. In der Arbeitsgruppe sollen Gemeindevertreter und betroffene Eltern im Januar zum ersten Mal zusammenkommen – ohne die Volkssolidarität und die Erzieherinnen.

Auch Holger Mieth hofft auf eine Entscheidung, am besten zugunsten der Volkssolidarität. „Für uns wäre es kein Problem, die Erzieherinnen dann in anderen Einrichtungen zu beschäftigen. Aber das kann ja nicht das Ziel sein.“

 

Denise Schulze

SVZ am 29.11.2019

 

Foto: Markus Lau- Laascher Bürgermeister