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Groß Laasch - Wenn die Heide brennt

02.12.2019

Landkreis Ludwigslust-Parchim und Forstamt Grabow veranstalteten Waldbrandübung bei Groß Laasch

Dicker Rauch steigt über der Heide auf. Zwischen Groß Laasch und Grabow fahren die Feuerwehren in das Waldgebiet, in dem Feuer ausgebrochen ist. Die Kameraden springen aus den Fahrzeugen, um den Brand zu löschen. Auf keinen Fall dürfen die Flammen auf den angrenzenden Wald überschlagen. Mittendrin steht Stephanie Lohse. Beobachtet jeden Schritt und jeden Handgriff der Feuerwehrleute, macht sich Notizen auf ihrem Klemmbrett. Denn bei diesem Szenario handelt es sich glücklicherweise nicht um einen echten Brand. Gemeinsam mit dem Forstamt Grabow führte der Landkreis am Sonnabend eine Waldbrandübung bei Groß Laasch durch.

Um 9 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren der Region alarmiert. „Unklare Rauchentwicklung im Waldgebiet A3040“ war auf den Piepern der Kameraden zu lesen. Das Einsatzgebiet mitten im Wald finden – die erste Herausforderung für die Feuerwehren an diesem Morgen. Die Freiwillige Feuerwehr Groß Laasch ist zuerst vor Ort, es folgen die Wehren aus Ludwigslust, Techentin und Hohewisch. „Die Übung war geheim. Nur die Wehrführer waren vorher informiert“, erklärt Stephanie Lohse vom Fachdienst 38 des Landkreises. An diesem Tag ist sie zum ersten Mal die Übungsleiterin. „Heute soll vor allem das Zusammenspiel der Wehren und die Kommunikation untereinander geübt werden.“ Simuliert wird ein Heidebrand, der sich bereits auf einem Hektar Fläche ausgebreitet hat und droht, auf den angrenzenden Wald überzuspringen.

Um die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke garantieren zu können, wurde auch der erweiterte Löschzug des Landkreises zu der Übung alarmiert. Gegen 10 Uhr erreichen die Wehren aus Neustadt-Glewe, Dömitz, Neu Kaliß, Niendorf an der Rögnitz, Heiddorf und Hagenow den Einsatzort. „Der Löschzug hat ausreichend Schläuche und Pumpen auf den Wagen. Daher haben sie eine längere Vorrüstzeit als die anderen Wehren – auch im Ernstfall“, erklärt Stephanie Lohse, die selbst seit 18 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Hohewisch ist.

Aus der Ferne beobachtet auch Forstamtsleiter Dr. Holger Voß das Geschehen. Vor einigen Wochen wurden bereits Schneisen auf der Fläche gezogen, damit sich das Feuer bei der Übung nicht unkontrolliert ausbreiten kann. „Um das Löschen geht es heute ja nicht vorrangig. Ich finde es gut, dass man sich mal kennenlernt und dann im Notfall weiß, mit wem man es zu tun hat.“ Ihm sei es außerdem wichtig, dass die Kameraden das Gelände kennenlernen, um im Ernstfall schnell vor Ort sein zu können. Lageerkundung, Zufahrten herstellen, die anderen Kameraden vor Ort einweisen – ebenfalls Aufgaben für die Feuerwehrleute an diesem Tag.

Nach rund zwei Stunden ist die Übung beendet, die Brandherde auf der Heide werden gelöscht und abschließend mit der Wärmebildkamera überprüft. Im Großen und Ganzen sei man mit der Übung zufrieden, eine detaillierte Auswertung folgt. „Es ist immer gut, für den Ernstfall zu üben. Und es ist interessant, das Ganze mal aus der Ferne zu beobachten“, erklärt Stefan Geier, 2. stellvertretender Kreiswehrführer, der mit Kreiswehrführer Uwe Pulss vor Ort war.

Und da nicht nur die Feuerwehren, sondern auch der Betreuungszug an der Übung teilnehmen wollte, konnten sich die Kameraden und die Landkreismitarbeiter im Anschluss an die Übung bei einem Mittagessen im Gerätehaus in Groß Laasch aufwärmen. „Die Helfer haben schließlich auch nicht jeden Tag die Möglichkeit, für etwa 100 Leute zu kochen“, erklärt Stephanie Lohse.

 

Denise Schulze

SVZ am 02.12.2019

 

Foto: Übungsleiterin Stephanie Lohse im Gespräch mit Gruppenführer Pascal Rassmann