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Neubau der Eisenbahnüberführung am Bahnhof in Ludwigslust

Amt Ludwigslust-Land, den 18.06.2020

Am 13. Mai 2020 hat die Stadtvertretung Ludwigslust den Weg für den Bau der Eisenbahnüberführung am Bahnhof Ludwigslust freigemacht. Die Auslegung der Planungsunterlagen erfolgte vom 18. Mai bis zum 17. Juni im Ludwigsluster Rathaus. 
Die DB Netz AG will mit vorbereitenden Arbeiten (Umverlegung, Kampfmittelsondierung) ab März 2021 starten. Bahnbeeinflussende Maßnahmen sind ab September 2021 vorgesehen. Die Fertigstellung des Bauwerks ist für Dezember 2024 vorgesehen, anschließend soll lt. Planung der vorhandene Fußgängertunnel zurückgebaut werden. 
Parallel plant die Stadt Ludwigslust den Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) sowie die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes und dessen Umfeld. Ziel ist eine effektivere Vernetzung des Personennahverkehrs sowie eine komfortablere Trassenführung des Mecklenburgischen Seen-Radwegs. 
Unmittelbar betroffen von dieser Baumaßnahme ist auf nördlicher Seite der Bahnanlagen auch das Grundstück des Amtes Ludwigslust-Land. Etwa 50% des Grundstücks werden voraussichtlich in Anspruch genommen, die Garagen und das ehemals durch den Wasser- und Bodenverband genutzte Gebäude, sowie Teile der Hofbefestigung werden abgerissen. 
Im Vorfeld der Planung der DB Netz AG hat das Amt auf einige Themen aufmerksam gemacht und diese im Rahmen der Auslegung der Planunterlagen nochmals bekräftigt. Dazu gehört z.B. der Vorschlag eines Grundstückstausches, um ersatzweise acht neue Garagen und 35 Stellplätze für Beschäftigte und Besucher des Amtes realisieren zu können. Insbesondere die möglichst störungsarme Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs mit dem Bürgerverkehr gilt es in der Bauphase zu gewährleisten. 
In der SVZ vom 14. Mai wurde u.a. berichtet, dass etwa 81.000 Tonnen Erdaushub zu bewegen sind und im Projekt etwa 12.500 Kubikmeter Beton verbaut werden. Daraus resultieren ca. 10.000 LKW-Fahrten, die mit Lärm und Staubentwicklung, Immissionen verbunden und insbesondere von der nördlichen Straßenseite, also von der B106/L072, zu erwarten sind. Das ist auch die Haupt-Zufahrtsseite für das Amtsgrundstück. Als Hilfsweg verbleibt als Zufahrtsmöglichkeit zum Amt die Paschenstraße. 
Für das mittlerweile rund 50 Mio. € teure Bauvorhaben wurde entsprechend Mitteilung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr M-V nach §5 UVPG eine Einzelfallprüfung durchgeführt und als Ergebnis festgestellt, dass das Bauvorhaben nicht Umweltverträglichkeits-Prüfungs-pflichtig ist. In unmittelbarer Nähe zur Baustelle hat die DB Netz AG in einem Vorgespräch die Einrichtung eines Betonmischplatzes avisiert. Auch hier stellt sich die Frage nach dem Betriebsablauf (Schichtbetrieb und der damit verbundene Lärm …). 
Zum gegebenen Zeitpunkt werden wir seitens der Amtsverwaltung weiter informieren.