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Groß Laasch - Laasch war einst Kirchdorf

06. 10. 2020

In den steinernen Glaubenszeugnissen zur Ruhe kommen, ein Gebet sprechen oder die Gedanken neu ordnen ist für viele Menschen immer noch etwas Besonderes. Aber auch die Geschichten in und um die Dorfkirchen der Ludwigsluster Region verdienen Aufmerksamkeit. In dieser Woche stellen wir einige dieser geschichtsträchtigen Gebäude vor. Heute: Die Kirche in Groß Laasch.

Die Kirchgemeinde Groß Laasch-Lüblow ist eine kleine Dorfgemeinde in der Nähe von Ludwigslust. Ungefähr 700 Gemeindemitglieder zählen zur Kirchgemeinde der drei Kirchdörfer Groß Laasch, Lüblow und Wöbbelin sowie aus den Dörfern Niendorf, Weselsdorf und Dreenkrögen.

Bereits 1229 gibt es Aufzeichnungen über die Existenz der ersten Kirche in Groß Laasch. Einst war es also ein Kirchdorf. Der Grundstein für ein neues Gotteshaus wurde 1791 gelegt, nachdem die vorherige Georgskirche abgebrannt war. Bei Arbeiten Anfang der 1990er-Jahre wurde aus dieser Zeit eine Georgsfigur gefunden - ein Drachentöter. „Die hölzerne Figur ist sehr filigran gearbeitet und muss aus dem 13. oder 14. Jahrhundert sein“, schätzt Sabine Schümann, die seit 2009 Pastorin in Groß Laasch ist.

Die heutige Kirche hat einen geraden Chorabschluss und achtseitige Fachwerkdachreiter. Zur Inneneinrichung gehört ein schlichter, hölzerner Kanzelaltar. Weil Kanzel und Altar in einem vorhanden sind, sind Wortverkündigung und das Abendmahl eng miteinander verbunden. Besonders an dem Gebäude ist die Verschmelzung des jüdischen und des christlichen Glaubens sichtbar. Über der Eingangstür befindet sich beispielsweise der Davidstern mit einem Kreuz, welcher zeigen soll, dass die Ursprünge des Christentums im Judentum liegen. Vor der Kirche wurden nach der politischen Wende Gedenksteine für die Opfer von Krieg und Gewalt errichtet. Die Kachelöfen von damals dienen bis heute als Wärmequelle an kalten Tagen. Das Heizen jedoch will gelernt sein. „Es ist eine wahre Kunst. Passt man nicht auf, ist die ganze Kirche blau“, weiß die Pastorin aus Erfahrung und lacht.

Unweit der Kirche befindet sich das Pfarrhaus. Dort wohnt Sabine Schümann und ist total begeistert von dem Haus. Mit 17 hat die gebürtige Waren-Müritzerin gemerkt, dass sie unbedingt Pastorin werden möchte. Zu Zeiten von Corona muss sie allerdings kreativ werden. Im Sommer hatte sie sich deswegen etwas Besonderes überlegt: Gartengottesdienste. „Ich hatte das von einer anderen Gemeinde gehört und dachte, wir probieren es mal selbst aus“, erinnert sie sich. Bei einem Gartengottesdienst ist man immer bei anderen Gemeindemitgliedern zu Gast.

Im Winter wird das allerdings schwierig. „Wir müssen mal sehen, wie viele in die Kirche passen, wenn wir die Abstände einhalten wollen. Für Heiligabend haben wir aber einen Gottesdienst draußen geplant. Wir werden definitiv nicht in die Kirche gehen“, betont Sabine Schümann. Die 41-jährige ist der Meinung, dass man sich der Situation anpassen muss. „Es gibt immer neue Erkenntnisse. Es geht nicht darum, was nicht mehr möglich ist, sondern was man möglich machen kann“, erklärt die Pastorin. Das Krippenspiel findet wahrscheinlich separat am 4. Advent auf dem Pfarrhof statt.

 

Nele Assmann

SVZ am 05.10.2020

 

Foto: Gottesdienste können auch in ungewöhnlichen Zeiten funktionieren: Sabine Schümann lässt sich für ihre Gemeinde kreative Lösungen einfallen. Nele Assmann

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