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FSJ - neue Herausforderungen, neue Wege

06. 05. 2021

Der Plan vieler Abiturienten nach der Schule? Sie wollen um die Welt reisen, neue Länder, neue Menschen kennenlernen und herausfinden, wer man ist. So war auch mein Plan, doch der Ausbruch von Corona machte mir einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Ich überlegte, was ich stattdessen machen könnte und entschied mich für ein FSJ hier in der Kita “Sonnenblume”. Jetzt sind sieben Monate vergangen und es ist die beste Entscheidung gewesen, die ich hätte treffen können.

Die ersten Wochen habe ich viel beobachtet. Ich wollte mir ein Bild von den vielen Kindern und ihren Eigenschaften machen, sie unbedingt kennenlernen und ich wünschte mir auch, dass sie mich kennenlernen. Das funktionierte super und ich konnte schnell eine Bindung zu den Kindern meiner Gruppen (Krippe und mittlere Gruppe) aufbauen. Diese Bindung wurde über die Monate immer enger. Ich schloss die Kinder sehr tief in mein Herz.

In meiner FSJ- Zeit veränderte ich mich. Ich wurde viel selbständiger, selbstbewusster und habe auch viel über mich gelernt. Auch in der Kita gab es Veränderungen. Neue Erzieherinnen wurden eingestellt, Gruppenräume wurden neu- und umgestaltet. Dadurch war immer etwas los, zu dem war es auch sehr spannend, wie die Kinder sich parallel zu den Veränderungen entwickelten und anpassten.

Besonders toll ist auch der abwechslungsreiche Kita-Alltag gewesen. Jeder Tag war anders. Die vielen unterschiedlichen Angebote passend zu den Jahreszeiten, das Basteln oder das Spielen und Spazieren an der frischen Luft zusammen mit den Kindern haben mir großen Spaß gemacht.

Während meiner Zeit gab es für mich auch einige Schlüsselmomente. Eines war direkt in meiner ersten Woche. Ein kleiner Junge bekam gerade Zähnchen und war ziemlich weinerlich. Ich nahm ihn auf meinen Arm und er legte sein kleines Köpfchen auf meine Schulter. In diesem Moment beruhigte er sich und mich machte es sehr glücklich, dass er mich als Vertrauensperson annahm. Ich freute mich auch riesig, als die Kinder und später auch die Eltern mich mit meinen Vornamen ansprachen. Dadurch fühlte ich mich “offiziell” angekommen. Ein weiterer Moment war, als ich nach dem Jahreswechsel wieder in die Kita kam und zwei Krippis ganz alleine von der Spielküche zum Bücherregal laufen konnten. Mit den Beiden bin ich vorher viele, viele Runden um den Tisch im Gruppenraum und draußen auf dem Hof gelaufen. Am Anfang nahmen beide noch meine Hände zum Festhalten. Daraus wurde kurze Zeit später nur noch eine Hand bis sie erst kurze Wege und später alleine laufen konnten. Ich war von diesen schnellen Entwicklungen so beeindruckt und realisierte auch, wie schnell sich unserer Leben verändern kann.

Es gab noch viele weitere Momente, die mein FSJ geprägt haben, aber alle zu nennen würde seeeehr lange dauern.

Das Beste an meiner Zeit in der Kita war der Punkt, an dem man merkt, dass die Kinder, auch die Kleinsten, erkennen, dass du für sie da bist. Sie sehen dich als Person, der sie vertrauen können und sie geben dir auch dieses Vertrauen zurück. Sie können sich vielleicht noch gar nicht richtig ausdrücken, dafür sprechen ihre Emotionen und besonders ihr Lachen mehr als tausend Worte.

Manche Tage waren wirklich anstrengend. Aber dann zu sehen, dass ein Kind morgens an der Tür auf dich wartet, sich freut, dich zu sehen oder mit dir kuschelt, ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl von gegenseitiger Wertschätzung.

Zum Schluss möchte ich nochmal hervorheben, dass ich mich als Teil des Teams fühlte. Mir wurde viel Vertrauen und Selbständigkeit geschenkt. So wurde mir die Möglichkeit gegeben, mich persönlich weiterzuentwickeln. Dafür möchte ich mich beim Team bedanken. 

Nun geht mein FSJ dem Ende zu. Ende Mai muss ich mich bei den Kindern und meinen Kollegen verabschieden. Ich weiß jetzt schon, dass es mir ziemlich schwerfallen wird. Ich war vielleicht nicht in der weiten Welt unterwegs, bin in keine Länder gereist, aber war dafür auf einer ganz besonderen Reise. Ich habe die Kinder auf ihrer Reise der Entwicklung begleitet sowie sie mich. Ich habe trotzdem neue Menschen kennengelernt; große, aber vor allem auch ganz viele kleine, die mir besonders gezeigt haben, dass man das Kind in sich niemals verlieren darf.

 

- Yara Kugel, Kindertagesstätte „Sonnenblume“ Sülstorf

 

Bild zur Meldung: Auf dem Bild ist unsere FSJ Yara Kugele mit Paul Schönberger zu sehen.

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