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Was hat die Kita Sonnenblume mit dem Storchennest zu tun?

19. 05. 2022

Sülstorf. … Auf den ersten Blick nichts, jedoch auf den zweiten Blick sind nicht nur Sonnenblumen, sondern alle Blumen in Wiesen und Feldern der Lebensraum von Insekten, Würmen, Larven und Lurchen, die ein Storch gern verspeist und an seine jungen Nachkommen verfüttert. So gesehen ist es ein gutes Projekt für die kleinste heranwachsende Generation, erfahr ich von der Erzieherin Petra Schwaß. Allerdings vom Projekt bis zur Umsetzung braucht es nicht nur die Idee, sondern auch Baumaterial für das Nest und den Mast und einen Platz, wo es aufgestellt werden soll. Der Platz sollte an der Gartengrenze des Grundstückes der ehemaligen Bauernhufe VII sein. In Richtung Moorwiesen. Das klingt schon einmal vielversprechend. An der Spitze eines ausgedienten Telegrafenmastes montierten zwei hilfreiche Bürger eine Nestunterlage. Sie schnitten auch Weidenzweige und legten sie daneben. Jetzt kamen unsere kleinen Nestbauer in Aktion. Gemeinsam mit Herrn Tepper flochten sie die Zweige ein. Das hat alles gut geklappt. Adebar soll sich doch wohlfühlen, in Sülstorf! Anfang Mai konnte der fertige Mast dann hochgezogen werden, in „Brutstellung“. Der 19. Mai war genau das richtige Datum, um das Nest einzuweihen und seiner Bestimmung zu übergeben. Die ganze Kita war auf den Beinen. Selbst wenn die Krippenkinder auf dem Hohlweg zum Moor zurückblieben, weil der große Transportwagen in der Wiese nicht rollen wollte, stürmte die Kinderschar der Bienen- und Schmetterlingsgruppe durch Butterblumen und hohes Gras in Richtung Storchennest. Mit Storchenliedern feierten alle diesen Moment. Frau Schwaß hielt Kinderzeichnungen in der Hand, die vorher von den Kindern ihre Vorstellungen von den Störchen und dem Nest festhielten. Diese Bilder hängen jetzt am Mast des Nestes, festgetackert mit Reißzwecken. Damit ist das Projekt aber längst nicht abgeschlossen. Die Erzieherinnen äußerten sich wie folgt: Wir würden gern die Aktion ganzjährig weiterführen und das Storchentreiben dokumentieren. Eine Tafel mit einem kleinen Dach darüber als Wetterschutz wünschten sie sich, um Anflug- und Abflugzeit zu erfassen, sowie die Anzahl der Jungstörche. Vielleicht fühlt sich ein handwerklich begabter „Kümmerer“, oder auch mehrere, angesprochen? Wir sind gespannt, ob es „Storchennestfreunde“ gibt, die uns helfen, die Ideen in die Tat umzusetzen. Nebenbei kam von Frau Schwaß der Hinweis: So können die Kita Kinder ihr Projekt auch mit den Eltern, Geschwistern und anderen Familienangehörigen und Freunden in der Freizeit aufsuchen. Ein guter Ort, um Natur zu erleben. Selbst später noch, wenn sie längst zur Schule gehen.

Verfasst von Matthias Brandt, Sülstorf. 19.05.2022

 

Bild zur Meldung: Maik Tepper mit Eddy Süssig bei der Flechtarbeit am Storchennest. Bild: Petra Schwaß

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