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Groß Laasch - Träger bleibt noch zwei Jahre

11.03.2020

Volkssolidarität gibt Kita erst Ende 2021 ab / Antrag der Gemeinde Groß Laasch auf vorzeitige Betriebsübernahme ist damit hinfällig

Die Volkssolidarität Südwestmecklenburg wird die Kita „Laascher Strolche“ in Groß Laasch bis zum 31. Dezember 2021 weiterbetreiben. Darauf einigten sich Vorstand und Geschäftsführung der Volkssolidarität gemeinsam mit Erziehern und Elternvertretern auf einer Krisensitzung am Mittwoch. Mit der Entscheidung ist der Antrag der Gemeinde auf die vorzeitige Betriebsübernahme der Kita hinfällig. Die von den Groß Laaschern beschlossene Rekommunalisierung kann somit entsprechend der Kündigungsfrist erst in knapp zwei Jahren umgesetzt werden.

Der Beschluss, die Kita „Laascher Strolche“ in die kommunale Trägerschaft zurückzuholen, hatte für Verunsicherung unter Eltern und Erziehern gesorgt (SVZ berichtete).

Wie der Geschäftsführer Holger Mieth aber am Mittwoch versicherte, würden alle Mitarbeiter, die bei der Volkssolidarität bleiben wollen, auch übernommen werden. Auf der Sitzung signalisierten die Erzieherinnen, weiterhin bei der Volkssolidarität arbeiten zu wollen. Ihr größter Wunsch aber sei es, dass in die Einrichtung wieder Ruhe einkehre.

Nun geht die Debatte bereits am kommenden Montag in die nächste Runde. Dann steht für Holger Mieth und Vorstandsvorsitzende Jacqueline Bernhardt ein Verhandlungsgespräch mit dem Groß Laascher Bürgermeister Markus Lau an. „Wir wollen Lösungen für eine vernünftige Übergabe finden“, erklärt Mieth. „Außerdem werden wir bei der Bürgerversammlung am Dienstag, 10. März, präsent sein, um gegebenenfalls unsere Interessen zu vertreten.“ Die Entschlossenheit von Träger und Erziehern schien auch die anwesenden Eltern am Mittwoch zu beruhigen. Sie hatten zunächst eine Kündigungswelle unter den Mitarbeitern befürchtet.

Bürgermeister Markus Lau hatte gestern von der Entscheidung auf der Internetseite der Volkssolidariät erfahren. „Im Stillen hatte ich gehofft, der Träger würde uns entgegenkommen“, sagt er. „Damit wir schneller Frieden in die Sache reinkriegen.“ Jetzt müsse man mit der „Pattsituation“ klarkommen und konstruktiv die kommenden Monate miteinander arbeiten.

Ursprünglich wollte die Gemeinde die Kita zum 1. Oktober 2020 übernehmen. Jedoch war ihre Kündigung zwei Tage nach der Frist bei der Volkssolidarität angekommen. Wegen der nun späteren Rekommunalisierung verschiebt sich auch die Stellen-Ausschreibung der Gemeinde für die Kita auf das nächste Jahr. Dass die Gemeinde als neuer Träger genügend Personal finden wird, daran zweifelt der Bürgermeister nicht. „Da habe ich keine Bange“, sagt er. „Als Gemeinde zahlen wir den Tarif des öffentlichen Dienstes, es gibt ein 13. Gehalt und 30 Tage Urlaub.“

Vor 25 Jahren hatte die Gemeinde ihre Kita aus wirtschaftlichen Gründen an einen Träger abgeben müssen. „In der Zwischenzeit ist viel passiert“, sagt Lau. „Es gibt ein neues Gesetz für die Kindertagesbetreuung. Die Kita wird uns finanziell nicht mehr so belasten wie früher. Am Ende kommen wir mit plus-minus-null raus.“

Katharina Hennes

SVZ am 07.03.2020